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"Der zweite Kriminalroman von Jakob Maria Soedher, Auenklang besticht durch einen spannenden Plot, einen erfreulich normalen und dennoch interessanten Kommissar, ein vielgestaltiges Team und eine einfühlsame, zarte, erstaunlich präzise Sprache. Dieser Bucher ist endlich mal kein von Alkoholproblemen, Depressionen und Fettleibigkeit gequälter Wallander-Epigone, sondern ein normal knorriger, halbwegs sensibler, sinnesfroher LKA-Ermittler, der gemeinsam mit einem munteren und durchaus heterogenen Team ermittelt. Auenklang ist ein spannender Kriminalroman, dessen eine Stärke die kenntnisreiche und realistische Darstellung von Polizeiarbeit ist. Die zweite Stärke ist die präzise Sprache, die auf Metaphern weitgehend verzichtet und stattdessen detailgenau und einfühlsam Menschen und Landschaften schildert."

Hessischer Rundfunk, HR2 Kultur



"... so sinnesfroh wie der Autor die Genüsse seines Helden beschreibt, versteht es der Autor mit klarer fesselnder Sprache Bilder zu entwerfen, die die Sinne des Lesers nicht minder ansprechen. Jakob Maria Soedher ist ein echter Gewinn für das Genre ..."

lesart - zeitschrift für literatur



Bisweilen macht das Sichten des Genres tatsächlich Spaß: Denn ab und an findet sich eine literarische Perle, wie sie der Kriminalroman Auenklang von Jakob Maria Soedher ist. Der 1963 in Unterfranken geborene Autor schickt in seinem zweiten Krimi den LKA-Ermittler Johannes Bucher in die Würzburger Gegend, wo es einen grausam inszenierten Mord aufzuklären gilt. In der überschaubaren und doch abgeschotteten Welt des vermeintlichen Dorf-Idylls offenbaren sich Bucher wohlgehütete Geheimnisse und dokumentiert sich immer deutlicher vererbte Schuld - und Soedher erzählt das so unprätentiös und authentisch, wie sich ein solcher Fall eben nur in dem eigenen Mikrokosmos kleiner Gemeinschaften zutragen kann. Angekündigt hat Soedher bereits den dritten Fall für Bucher. Dann allerdings - leider - im Allgäu.

Main-Echo (Stefan Reis)



Gleich auf den ersten Seiten des Kriminalromans "Novemberfrost" von Jakob Maria Soedher begegnet dem Leser der Mörder. Rasiert, eingecremt und in einem Plastikoverall macht er sich auf den Weg zu seinem Opfer, einer jungen engagierten Frau, die ihm bereitwillig die Tür öffnet, um anschließend brutal niedergemetzelt zu werden. So findet sie Johannes Bucher vom Landeskriminalamt München, der den Fall mit seinem Ermittlungsteam übernimmt. Vorerst ohne Spur und Anhaltspunkte, nur vom Abscheu angesichts des kaltblütigen Verbrechens getrieben. Zu den Stärken des Romans gehört, dass auch der Leser den Täter nicht einzuordnen weiß und damit gespannt der Fallentwicklung folgt. Der Kreis der Verdächtigen verschiebt sich mehrmals, im Umfeld der Toten gibt es mehr Ungereimtheiten als zunächst angenommen, und den Kommissaren fehlt lange das richtige Motiv. Professionell rollen sie die Details vor den Augen des Lesers auf, der ohne Langeweile jeder noch so unwahrscheinlichen Spur folgt. Nicht der Mörder macht schließlich einen guten Krimi aus, sondern der Weg zu ihm. Soedher lässt die Handlungsstränge aufeinander zulaufen und hält den Leser fast 500 Seiten lang In Atem. Verdächtigt werden sowohl der Lebensgefährte als auch ein Kollege des Opfers, die Festnahme eines Pfarrers erweist sich zwar als Irrweg, treibt aber die Handlung voran. Die Suche nach dem entscheidenden Hinweis wird akribisch und unterhaltsam zum Erfolg geführt. Jakob Maria Soedher hat einen bemerkenswerten Einstand in der Welt der Krimiautoren gegeben. Mit "Bucher ermittelt" geht nicht einfach ein weiterer Polizist auf Verbrecherjagd. Während Bucher sich in seinem halb renovierten Bauernhaus am Kamin gutem Essen und teuren französischen Rotweinen hingibt, analysiert er nicht nur seinen Fall, sondern auch seine Verwunderung über die Schnelllebigkeit der Gesellschaft. "Novemberfrost" bleibt dabei nicht nur spannend, es wird zudem poetisch. Soedher schreibt mit großem Feingefühl und Menschenkenntnis. Die Charaktere um Bucher sind in ihrer Individualität sehr überzeugend. Der erfahrene Familienvater Hartmann und der bunt gekleidete, clevere Jungkommissar Batthuber ergänzen sch als Team und bieten markante Dialoge, während die elegante, kluge Lara Saiter die Mannschaft zusammenhält. Hinzu kommt neben einer gut durchdachten Story, die in abseits gelegene Winkel der Gesellschaft führt, die große sprachliche Stärke des Autors, der mit literarischen Bildern umzugehen weiß und bis zum Schluss den Leser immer wieder überrascht.

Heilbronner Stimme (Tanja Ochs)



Jakob Maria Soedher kreiert den zweiten Fall für seinen LKA-Ermittler Johannes Bucher aus München. Und als Leser ist man mittendrin, ja man fühlt sich schon fast als vollwertiges Mitglied des Ermittlerteams, wenn man doch nur auch mal etwas sagen könnte. Sprachlich brillant und immer auf der Höhe des Falls beweist Soedher, dass spannende Krimis nicht ausschließlich aus dem Ausland kommen, beziehungsweise im Ausland spielen müssen. Man darf sich schon auf den dritten Fall Weidentau freuen.

Oberhessische Zeitung



Wenn die Münchner von Franken sprechen, sagen sie nur abfällig "da droben". Und genau dorthin schickt der unterfränkische Autor Jakob Maria Soedher den Kriminalhauptkommissar Johannes Bucher in seinem zweiten Roman "Auenklang". Nur widerwillig tritt der Profi-Schnüffler die Reise vom Münchner Landeskriminalamt in die Provinz nach Mainfranken, ins "Land der vergessen Endungen und Verniedlichung grausamster Vorgänge" an - genauso skeptisch, wie man als Leser sein sollte, wenn das Wort "Regional-Krimi" fällt. rezensionen – edition hochfeld, bucher ermittelt Doch "Auenklang" biedert sich keineswegs an. Wenn Bucher ermittelt, tut er dies stets gewissenhaft. Egal ob im mainfränkischen Kuhdorf Karbsheim, südlich von Würzburg, oder wie in "Novemberfrost" (2005), der allerdings noch überm Augsburger Straßendschungel hing. Dabei entpuppt sich sein aktueller Fall als äußerst verzwickt. Im idyllischen Wiesengrund des Rickenbachs wird eine Frau mit durchgetrennter Halsschlagader gefunden, kniend und an einen Baumstamm gefesselt. Ein Ritualmord, der den sonst so verschlafenen Mikrokosmos aus dem Gleichgewicht bringt. Mit Hilfe seines eigenbrötlerischen Protagonisten gelingt Soedher eine für einen Franken-Krimi ungewöhnlich ironische, aber nie zu spöttische Außensicht auf eine Idylle mit ungeahnten Abgründen: "Allein der Sprache, der er hier ausgesetzt war!" Im Gegensatz zu vielen anderen Exemplaren der fränkischen Krimi-Schwemme muss sich "Auenklang" nicht in erster Linie an Lokalpatriotismus klammern, sondern lebt viel mehr von der ungekünstelten Detailansicht der kriminalistischen Vorgehensweise. Urlaubslektüren-tauglich allemal.

Abendzeitung Nürnberg (Anna Ermann)



In seinem zweiten Buch um den LKA-Ermittler Johannes Bucher, Auenklang, schickt J.M. Soedher seinen Helden zur Fahndung nach einem Täter in die Nähe von Ochsenfurt Novemberfrost hieß der erste Band, Auenklang, der nun vorliegende zweite, und für das kommende Jahr sind Weidentau und Uferhauch angekündigt. Klingt ganz schön romantisch, irgendwie nach Eichendorff oder Claudius. Johannes Bucher, Ermittler des LKA München, hat von Berufs wegen freilich mit Mord und Totschlag zu tun. Diesmal schickt ihn der Autor nach Norden, in die Nähe von Würzburg, mitten ins liebe Weinfranken. Da kennt er sich aus. Jakob Maria Soedher, Jahrgang 1963, ist in Unterfranken geboren. Er bringt also eine Menge Lokalkolorit ein, auch wenn die bei Ochsenfurt angesiedelten Tat-Orte namens Karbsheim und Gollheim auf der Landkarte des wirklichen Lebens nicht existieren. Dort also ist die 39-jährige Carola Hartel zu Tod gekommen und ihre Leiche in einer ziemlich makabren Inszenierung am sumpfigen Auenufer eines Altarms des Mains deponiert worden. Weil die ermittelnden Ortspolizisten Beweismaterial verschlampt haben, muss das Münchener Ermittlerteam ran. Was Soedher Gelegenheit gibt, die Feindseligkeiten zwischen Baiern und Franken als belebendes Element augenzwinkernd in seinen zweiten Krimi einzubringen. Die Beamten stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Nicht nur, weil sie mangels Tatortfotos das Geschehen mühsam rekonstruieren müssen. Das Opfer hat wenig getan, um den klein kariert verbohrten Vorurteile der Dorfbewohner entgegen zu wirken. Erst verlässt sie mit ihren zwei Kindern den Ehemann, lebt mit dem Bürgermeister zusammen, der seinerseits der Familie ade sagt, doch nach einem halben Jahr trennt sie sich auch von dem Lebensabschnittspartner, zuletzt hat sie ihre Stelle im evangelischen Schwesternheim gekündigt, in dem es offenkundig auch nicht gerade so zugeht, wie man es von einer christlichen Institution erwarten könnte (wenn man es nicht besser wüsste). Bucher und die Seinen haben hübsch zu tun. Von den Dörflern kriegt keiner den Mund auf. Fehlschüsse und Irrwege sind mithin nicht zu vermeiden, die Kriminaler fischen im Trügen. Was, zum Beispiel, treiben die beiden geistlichen Herren im Schloss? Wie gelangen die Bilder von Max Liebermann und Alfred Kubin an die Wände ihrer prächtig ausgestatteten Gemächer? Wer ist der seltsame Waldmensch und welche Rolle hat er? Tröstlich, dass ein örtlicher Kollege Bucher zu einer Weinprobe einlädt; so erfährt er wenigstens, dass auch Frankenweine eine Offenbarung sein können. IN dieser Situation bleiben Spannungen nicht aus, und spannend ist es ohnehin - die Leser können ihren Lieblingsmörder unter einer ganzen Fußballmannschaft aus verdächtigen Kandidaten aussuchen. Soedher gelingt es Menschen aus Fleisch und Blut aufs Papier zu bannen. Erfreulich, dass Johannes Bucher schließlich wieder auf der A7 Richtung Süden fahren kann - "das Auto voll beladen mit Knoll und Wirsching". Was, wie wir Franken wissen, kein Gemüse sein muss.

Fränkischer Sonntag (Winfried Schleyer)



Kommissar Johannes Bucher, Halbfranzose und Weinkenner ermittelt diesmal in einem Dorf bei Würzburg. Ein scheußlicher Frauenmord ist geschehen: eine junge Frau wurde kniend, mit durchschnittener Kehle und an einen Baum gefesselt in idyllischer Auenlandschaft aufgefunden. Spuren gibt es viele, und so manch ein Dorfbewohner hütet ein dunkles oder peinliches Geheimnis, das nun durch die Ermittlungen Buchers und seines Stabes ans Tageslicht gelangt. Doch die Dorfbewohner sind nicht redselig und was der Kommissar in mühseliger Kleinarbeit und durch die gemeinsam angestellten Überlegungen mit seinem Team ans Licht befördert, entpuppt sich als spannender Krimi, der einen beim Lesen nicht loslässt. Dass die Lösung auf den letzten Seiten eine Überraschung ist, gibt dem Roman einen besonderen Reiz. Dies ist der zweite Krimi in dem der Autor Jakob Maria Soedher seinen Kommissar Johannes Bucher ermitteln lässt. Aber er liest sich selbstständig und macht Appetit auf mehr davon.

Hanauer Kurier Dunkle Geheimnisse



... was aber passiert in dieser von Autos zugeparkten Augsburger Flaniermeile? Eine junge Frau aus guter Familie wird grausam ermordet. Der Täter, so scheint es auf den ersten Blick, hat keine Spuren hinterlassen. Und weil der Onkel des Opfers ein Landtagsabgeordneter ist und seinen Einfluss geltend macht, wird der Fall sofort an das Landeskriminalamt weitergereicht. Bucher und sein Team spüren bei ihrer Arbeit homosexuelle Familienväter, korrupte Kirchenmänner und einen vom Ehrgeiz zerfressenen Wissenschaftler auf, doch auf die richtige Spur gerät der Ermittler erst, als er sich die Bilder der Leiche genauer ansieht. Soedher hofft, dass ihm mit dem Ermittler Bucher eine Figur gelungen ist, "die man vielleicht auch ein weiteres Mal " bei der Arbeit begleiten will. Ebenso wie das übrige Personal, zum Beispiel den gestressten Familienvater Alex Hartmann, die lebens- und leidenserfahrene Lara Saiter oder den hilfsbereiten Pfarrer Manner ... auf Papier gebracht hat Soedher einen gut geschriebenen, spannenden und immer wieder humorvollen Krimi.

Augsburger Allgemeine Zeitung



Wer hat die junge Maren so brutal umgebracht - und warum? Ein Lustmörder, wie die zahllosen Messerstiche vermuten lassen? Der verschmähte, einigermaßen schrullige Liebhaber? Oder die betrügerische Clique, die eine gemeinnützige Seniorenstiftung systematisch ausplündert und der Maren auf die Schliche gekommen ist? Das Landeskriminalamt München schickt seinen besten Mann nach Augsburg, um den Fall zu klären, denn Politik- und Adelskreise machen Druck. Johannes Bucher und sein Team treten in viele Fettnäpfchen, denn bei ihren Ermittlungen müssen sie sogar geistlichen Würdenträgern peinlich auf den Zahn fühlen. Sie stochern kräftig im kriminellen Sumpf; der Täter und sein Motiv aber bleiben lange im Dunkeln. Ein spannender Krimi, gut geschrieben und sorgfältig verlegt. Er soll kein Einzelstück bleiben. Jakob Maria Soedher hat bereits drei weitere Fälle für Johannes Bucher angekündigt, der Wein und gutes Essen liebt, an seinem alten Bauernhaus hängt und mit Frauen so seine Probleme hat. Die nächsten Male soll er in Franken, im Allgäu und sogar in Frankreich ermitteln.

Reutlinger Generalanzeiger



.... der Leser erkennt an, dass Jakob Maria Soedher mit dem Landeskriminalamts- Ermittler Bucher einen Typen ins Rennen schickt, der einen Spurenteppich lesen kann und sich in einem durchaus interessanten Plot tummelt ... Politik ... Psychologie ... Spannung.

Neue Westfälische



Novemberfrost ... das Mordopfer stammt aus einflussreichem Hause. Bucher blickt hinter die Kulissen von Kirche und Wissenschaft. Und der Mörder darf sich zunächst glücklich schätzen. Aber nur zunächst. Novemberfrost, der erste Band aus der Krimi-Reihe "Bucher ermittelt" ist vielversprechend ...

Passauer Neue Presse



Novemberfrost Lesetipp Dezember: Jakob Maria Soedhers Kriminalroman Der letzte Prediger ist ein Fall für den LKA-Ermittler Johannes Bucher - ein tolles Buch für lange Abende.

Pforzheimer Zeitung